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Reizbarkeit von Pflanzen

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Wie kann man diese Zweckmäßigkeit also erklären?

Da die Lebewesen ein Produkt der Evolution sind, haben sie im Laufe der Zeit viele zweckmäßige Antworten auf bestimmte lebenswichtige Einflüsse zu ihrem Vorteil erbringen können. Somit entstanden in den Lebewesen spezialisierte Zellen, Gewebe oder Organe, die im Falle von Umwelteinflüssen, die Reize aufnehmen und andere Zellen, Gewebe oder Organe dazu veranlassen, darauf zu reagieren. Bei einzelligen Organismen sind es Mechanismen, die auf molekularer Ebene arbeiten, sie heißen Rezeptoren, Sinneszellen oder Sinnesorgane. Sie sind hoch spezialisiert und reagieren auf ganz spezifische Einflüsse.
Es wäre zum Beispiel zwecklos eine Tulpe neben eine Orgel zu stellen, um die Reaktion der Pflanze bei erklingen des Instrumentes zu beobachten, da die Tulpe keine Sinneszellen besitzt, die auf Schall reagieren. Hingegen würde sie die Blüten öffnen, wenn die Umgebung warm ist, dafür besitzt sie Rezeptoren, die aber nur auf einen Reiz, hier den Temperaturreiz reagieren. Solche besonderen Reize, die nur ein bestimmtes Sinnesorgan ansprechen, adäquate Reize.

Daraus kann man ableiten, das durch die Evolution nur solche Rezeptoren hervorgingen, die existentielle Bedeutung für die Lebewesen hatten. Umgekehrt bilden sich auch Sinnesorgane zurück, die nicht gebraucht werden, zum Beispiel bei Tieren, die in dunklen Höhlen leben, hier bilden sich die Augen zurück.

Abschließend kann man sagen, ein Reiz ist ein Umwelteinfluß, der geeignet ist, in spezialisierten Rezeptoren Veränderungen hervorzurufen, die beim Lebewesen eine Reaktion bewirken.


Verschiedene Arten bei Pflanzen:

1. Plasmabewegungen

  • Plasmabewegungen werden von außen durch Reize hervorgerufen => Dinesen (Strömungen in der Zelle), z. B. Photodinese bei Wasserpest
  • Chloroplastenbewegung => die Chloroplasten wandern bei Lichteinfall an die Membran

2. Turgorbewegungen

  • kommen beim Sprinkraut vor, bei einer Berührung springen die Samen heraus
  • der Berührungsreiz wird über Sinnesborsten auf dem Blatt aufgenommen

3. Tropismen

  • es handelt sich um Krümmungsbewegungen, bei denen der Reiz eine Änderung der Bewegungsrichtung bestimmt
  • Phototropismus, heißt Pflanzen wenden ihren Kopf in die Richtung, aus der das Licht einfällt
  • Geotropismus, heißt im
  • positiven Sinne: die Wurzeln der Pflanze wachsen in Richtung des Erdinneren
  • negativen Sinne: die Wurzeln der Pflanze wachsen vom Erdinneren weg
  • Chemotropismus, heißt der Reiz hat einen Einfluß auf die Richtung, das bedeutet, die Pflanzenwurzeln biegen sich zum Wasser hin

4. Nastien

  • Nastien sind von der Reizrichtung her unabhänig
  • durch anatomische Voraussetzungen ist die Bewegungsrichtung schon festgelegt
  • Thigmonastie kommt beispielsweise bei der Venusfliegenfalle vor
  • Seismonastie tritt bei der Mimose auf
  • Thermonastie ist bei Krokuspflanzen festzustellen


Taxien

  • hier werden durch Reize die freien Ortsbewegungen beeinflußt


Bilder:





Auf diesen Bildern sind die verschieden Reize dargestellt, die auf Tier und Pflanze einwirken können.


Quellennachweis

  • Universal Lexikon (5 Bände )
  • Biologie heute
  • unser
  
What's so funny about Microbiology?: Deutsche Ausgabe
von Joachim Czichos
Siehe auch:
Am anderen Ende des Mikroskops: Bericht vom Ers...
Der Pilz, der John F. Kennedy zum Präsidenten m...
Leben auf dem Menschen: Die Geschichte unserer Bes...
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Cell Biology in Cartoons: For Advancers!
 
   
 
     
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